Intern
    Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik

    Kontakt

    Telefon +49 (0)931/31-80684
    E-Mailangelika.rueb@uni-wuerzburg.de
    Büro Wittelsbacherplatz 1  Raum Nr. 03.111 II OG.

    Sprechstunde

    während der Vorlesungszeit: Mittwoch, 14:00 - 15:00 Uhr
    in der vorlesungsfreien Zeit: siehe Link Aktuelles 

    Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

    • Empirische Bildungsforschung im Grundschulalter
    • Didaktik des Schriftspracherwerbs 
    • Didaktisch-empirische Schreibforschung 
    • Handschreiben und Leserlichkeit 
    • Unterrichtsqualität in der Grundschule 

    Kurzvita

    seit 09/2017Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Würzburg 
    2017Promotion (Dr. phil.), Thema: Die Leserlichkeit der Handschrift von Schreibanfängern. Eine empirische Studie zur Erfassung und Bedeutung der Leserlichkeit
    2013-2017Stipendiatin der Bamberg Graduate School of Social Sciences (BAGSS) an der Universität Bamberg
    2010-2017Grundschullehrerin im Schulamtsbezirk Kronach und Bamberg 
    2003-2010Studium für das Lehramt an Grundschulen an der Universität Bamberg und Vorbereitungsdienst im Schulamtsbezirk Lichtenfels (1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen)

    Mitgliedschaften

    Grundschulverband e.V.

    Forschungsprojekte

    Aktuelles Forschungsprojekt

    Die Leserlichkeit der Handschrift von Schreibanfängern – Eine empirische Studie zur Erfassung und Bedeutung der Leserlichkeit

    Die Leserlichkeit[1] der Handschrift – als ein Merkmal des Produkts der graphomotorischen Fähigkeiten – wurde in ihrer Bedeutung für zahlreichen Facetten der Schreibkompetenz im Anfangsunterricht bislang unzureichend untersucht, obgleich theoretisch konzipierte und empirisch begründete Argumentationen für eine besondere Beachtung zu Beginn des Schreiblernprozesses plädieren. Auch fordern die Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich: Die Kinder sollen „eine gut lesbare [präzise: leserliche; A.R.] Handschrift flüssig schreiben“ (KMK, 2004, S. 10).

    Die in dieser Untersuchung empirisch-quantitativ analysierten Schreibprodukte stammen aus der Längsschnittstudie PERLE („Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern“, GREB et al., 2009). Insgesamt können 610 Texte zur Analyse herangezogen werden (37 Klassen, 20 Schulen, ostdeutsche Bundesländer; Alter: 7.1 Jahre (SD = .40), 46,1 % Jungen).

    Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein für die Forschung und Unterrichtspraxis handhabbares und zugleich empirisch evaluiertes Ratingsystem zur holistischen sowie kriterialen Erfassung der Leserlichkeit der Handschrift von Schreibanfängern induktiv-deduktiv entwickelt.

    Um der verbreiteten Unsicherheit in Bezug auf schreib- und schriftbezogene Begrifflichkeiten entgegen zu wirken und um die Leserlichkeit der Handschrift in den komplexen Schreibprozess einzuordnen, wurde im Zuge des Projekts ein Modell der freien handschriftlichen Textproduktion entwickelt.

    Die Analysen bezüglich des Einflusses individueller und familiärer Bedingungen sowie didaktischer und schulbezogener Voraussetzungen für die Leserlichkeit der Handschriften im Anfangsunterricht können bisherige Forschungsergebnisse, unbestätigte Thesen sowie verbreitete Vorurteile teils stützen (z.B. positiver Einfluss des Alters; Überlegenheit der verbundenen Schrift), teils weisen sie in eine andere Richtung (z.B. Vorteile der Mädchen). Die Ergebnisse der latenten Strukturgleichungsmodellierung bestätigen die Bedeutung der Leserlichkeit.

    Eine Prüfung der Handhabbarkeit der entwickelten Methode zur Erfassung der Leserlichkeit der Handschrift beim Einsatz im schulischen Kontext steht noch aus. Bei einer positiven Evaluation wäre das Ratingsystem das erste empirisch evaluierte Instrument zur Erfassung der Leserlichkeit der Handschrift durch Lehrkräfte.

    Das entwickelte Modell der freien handschriftlichen Textproduktion gibt dieser Arbeit einen Bezugsrahmen für die verwendeten Begrifflichkeiten und deren Einordnung und kann in ggf. angepasster Form auch weiteren Forschungsarbeiten als Orientierung dienen.

     

    Literatur:

    Greb, K.; Poloczek, S.; Lipowsky, F.; Faust, G. (2009). PERLE-Instrumente: Schüler, Lehrer, Eltern (Messzeitpunkt 1). Frankfurt, M: GFPF (Materialien zur Bildungsforschung, 23,1).

    Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) (2004). Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich. (Jahrgangsstufe 4): Luchterhand (Beschlüsse der Kultusministerkonferenz), 15.10.2004.


    [1] Der zentrale Begriff der „Leserlichkeit“ (engl.: legibility) darf nicht verwechselt werden mit dem Begriff der „Lesbarkeit“ (engl.: readability).

    Publikation

    Rüb, A. (in Press): Die Leserlichkeit der Handschrift von Schreibanfängern. Eine empirische Studie zur Erfassung und Bedeutung der Leserlichkeit. Bamberg, University of Bamberg Press.

    Speck-Hamdan, A.; Falmann, P.; Heß, St.; Odersky, E.; Rüb, A. (2016): Zur Bedeutung der graphomotorischen Prozesse beim Schreiben(lernen). In K. Liebers, B. Landwehr, S. Reinhold, S. Riegler & R. Schmidt (Hrsg.), Facetten grundschulpädagogischer und –didaktischer Forschung (183 – 198). Wiesbaden: VS Verlag.

    Poster

    Rüb,A., Carstensen, C.H. & Speck-Hamdan, A. (2014): Legibility of children´s handwriting in grade 1. JURE (Junior Researchers of EARLI ) Conference 2014 „Learning and Instruction Inside Out“ (Posterpräsentation). Nikosia (Zypern) 30. Juni – 04. Juli.    

    Rüb, A. (2014): Legibility of children´s handwriting in grade 1. “Visit of the Scientific Advisory Council” der Bamberg Graduate School of Social Sciences (Posterpräsentation). Bamberg, 18. August. 

    Kontakt

    Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik
    Wittelsbacherplatz 1
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-84873
    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Wittelsbacherplatz 1